Mittwoch, 2. September 2009

Offene Ateliers

Liegt das hier nur so rum, oder ist das Kunst? Bei einem Streifzug durch die Offenen Ateliers kann man schon mal buchstäblich über diese Frage stolpern. Die Künstler geben viel mehr von sich preis als nur ihre Werke: sie offenbaren auch ihre Arbeitsumgebung, eine Ahnung von Ordnung und Chaos ihres Alltags, manchmal auch unvermeidlich einen Teil ihrer Wohnung.

Die Verbindung von vorgefundenem Nursoherumliegen und gezielter Gestaltung mag auch künstlerisches Programm sein. Saatgleich Dahingestreutes ordnet sich in gewollt zufälliger Form. So sah es in La Fábrica aus. Das Gebäude: eine vierstöckige schmutzigweiße Industrieruine, verwaiste Hinterlassenschaft der Lohmann-Werke, seit 2004 künstlerisch belebt von Luise Krolzik. "Ich liebe das Zusammenspiel von Absicht und Zufall" schreibt sie, und das ist in La Fábrica durchaus wiederzuerkennen.

Für mich war's am letzten Wochenende der krönende Abschluss eines Offene-Ateliers-Bummels mit ForbiddenYeah durch den Bielefelder Osten. Nach vielen kleinen jederfußbreitgenutzten Werkstätten und In-der-Wohnung-Ateliers hier nun die Weite von Loftetagen. Darin inspirierende Kontraste von Zerfall und Lebendigkeit, blühende Farben zwischen bröckelndem Putz, Texte der Hoffnung zwischen trostlosen Mauern, Leben erobert die Wüste zurück.


<Nachtrag>
Noch mehr Leben in der Wüste: habe gerade eine Mail mit erntefrischen La-Fábrica-Termininfos bekommen. Siehe Link, hier nur ein kurzes Zitat:
Nach den Offenen Ateliers gibt es wegen großer Nachfrage einen regelmäßigen Öffnungstermin der "La Fábrica":
Mittwochs von 15-17h (5 Euro Eintritt)
OK, nicht so absolut hundertprozentig meine Wunschzeit, aber irgendwann guck ich da ganz bestimmt wieder rein.
</Nachtrag>

Kommentare:

  1. 5 Euro... naja, ich würd trotzdem wieder mitkommen. KULRTUR und wir! :)

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  2. hello... hapi blogging... have a nice day! just visiting here....

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